Die Gemeinde sagt "Danke"!
Neujahrsempfang 2018!
Beim Neujahrsempfang würdigte Bürgermeisterin Eva Linsenbreder (Achte von links) Bürgerinnen und Bürger, die sich um das Gemeinwohl verdient gemacht hatten.

Neujahrsempfang 2018!

Bürgermeisterin Eva Linsenbreder hielt Rückblick auf das vergangene Jahr, gab einen Ausblick auf die anstehenden Projekte und ehrte verdiente Mitbürgerinnen und Mitbürger.
Am Sonntag, dem 28.01.2018, hatte die Gemeinde Kleinrinderfeld alle Bürgerinnen und Bürger des Dorfes zum Neujahrsempfang in den Großen Saal des Gemeindehauses geladen.
 
Nach der musikalischen Einleitung durch Matthias Ernst (Klarinette) und Hyun-Bin Park (Gitarre), die den Besuchern Swing-Melodien aus der Feder von Louis Armstrong, Sidney Bechet und Django Reinhardt darboten, begrüßte die Erste Bürgermeisterin Eva Linsenbreder die Gäste. Anschließend hielt sie Rückblick auf das vergangene Jahr und gab einen Ausblick auf die anstehenden Projekte.
 
In 2017 – informierte Eva Linsenbreder – haben wir unser mit Abstand größtes Vorhaben, das Medizinische Versorgungszentrum, realisiert. Mit einer Allgemeinarztpraxis, einer Apotheke, einer Dentalpraxis und einer Logopädie-Praxis bietet es unseren Bürgerinnen und Bürgern die gesamte Palette der medizinischen Grundversorgung unter einem Dach. Die Gesamtkosten für diesen bedeutsamen Mosaikstein der dörflichen Infrastruktur beliefen sich auf rund 2,7 Millionen Euro. Weitere wichtige Projekte waren die Schaffung einer rückwärtigen Zufahrt mit Parkoption für die Kita „St. Martin“, die Errichtung von Busunterständen in der Kister Straße und in Limbachshof sowie die Beschaffung eines neuen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuges für unsere Freiwillige Feuerwehr. Alles in allem ein Maßnahmenkatalog, auf den wir wahrlich stolz sein können.
 
Auch heuer – fuhr die Erste Bürgermeisterin fort – gilt unser besonderes Augenmerk wieder der Gemeindeentwicklung. So planen wir ein neues Baugebiet für junge Familien und treiben den Ausbau des schnellen Internets voran. Des Weiteren werden wir mit der Errichtung des neuen Feuerwehrgerätehauses beginnen. Daneben investieren wir noch rund 80.000 € in die Ertüchtigung des alten Trinkwasser-Hochbehälters und schaffen im ehemaligen Feuerwehrgerätehaus moderne Büro- und Lagerstätten für den gemeindlichen Bauhof.
 
Nach einem weiteren, vom Duo Clarino meisterlich vorgetragenen, Musikstück folgte die Ehrung der Personen, die im vergangenen Jahr Herausragendes leisteten oder sich um das Gemeinwohl besonders verdient gemacht hatten.
 
Eingangs richtete die Erste Bürgermeisterin das Wort an das Jugendrotkreuz: „Ich freue mich, dass unser Team beim Landeswettbewerb in Tüßling den dritter Platz erringen konnte. Dies zeugt von fundierter Ausbildung und großem Engagement. Zu Eurem herausragenden Erfolg gratuliere ich Euch aufs Allerherzlichste.“
 
Anschließend würdigte Eva Linsenbreder die Verdienste, die sich Maximilian Müller, der das Amt des Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr nach sechsjähriger fruchtbarer Arbeit aus persönlichen Gründen in andere Hände legte, um das Feuerlöschwesen in Kleinrinderfeld erworben hatte. Gerne hätte ich ihm – fuhr die Erste Bürgermeisterin fort – für seine beispielhaften Leistungen in diesem Rahmen persönlich gedankt. Da er sich für den Neujahrsempfang aber entschuldigen musste, bleibt mir heute leider nur, ihn lobend zu erwähnen.
 
Danach bat Eva Linsenbreder die Vereinsvorstände, die ihre Ämter im vergangenen Jahr nach langjähriger erfolgreicher Tätigkeit abgegeben hatten, nach vorne. Sie ehrte Oskar Müller und Konstantin Amrehn (Feuerwehrverein), Rita Neckermann (Landfrauen), Günter Falk (Landwirte) sowie Günther Hussy und Helmut Neckermann (Gesangverein Liederkranz). Sie alle – resümierte die Erste Bürgermeisterin – haben unser dörfliches Leben über viele Jahre befruchtet und geprägt. Hierfür gilt Ihnen mein allerbester Dank.
 
Sodann honorierte Eva Linsenbreder die Leistungen von Marlene Rebhan und Sigrid Hofmann: „Über viele Jahre haben Sie als „Tilda und Babet“ im Fasching mit spitzer Zunge das Dorfgeschehen karikiert. Da Sie jetzt in den karnevalistischen Ruhestand treten, darf ich mich bei Ihnen für die vielen vergnügten Momente, die Sie uns mit Ihren pointierten Vorträgen bereitet haben, nochmals ganz herzlich bedanken.“
 
Trotzdem – ergänzte die Erste Bürgermeisterin – muss uns um den Kleinrinderfelder Fasching nicht bange sein. Der karnevalistische Nachwuchs steht nämlich schon längst in den Startlöchern. Tobias Jodl hat sich als neuer Büttenredner etabliert und trat heuer bereits bei der „Närrischen Weinprobe“ im Staatlichen Hofkeller der Residenz Würzburg auf. Wenn er so weiter macht, wird er wohl bald auch bei der Faschingssitzung in Veitshöchheim zu sehen sein. Ein wahrlich spektakulärer Erfolg, zu dem ich unserem 15jährigen Nachwuchstalent heute meine allerhöchste Anerkennung ausspreche.
 
Jetzt wendete sich die Erste Bürgermeisterin an Berthold Haaf und André Henneberger, die ihr Gemeinderatsmandat im letzten Jahr aus persönlichen Gründen zurückgegeben hatten: „Mit ihrem Abschied aus der Kommunalpolitik verliert unser Gremium zwei herausragende Persönlichkeiten. Berthold Haaf gehörte dem Plenum seit Dezember 1992 an. Überdies bekleidete er vom Mai 2002 bis zu seinem Ausscheiden das Amt des Fraktionssprechers der SPD/Freien Bürger. In seiner fast 25jährigen Plenararbeit hat er viele wegweisende Projekte angestoßen, begleitet und vollendet. Mit seinen nachhaltigen Konzepten gab er unserem Dorf das Rüstzeug für die kommenden Jahre mit auf den Weg. Für sein segensreiches Wirken zum Wohle von Kleinrinderfeld gilt ihm unser größter Respekt und unser allerbester Dank. Auch André Henneberger, der sein Mandat leider nur zweieinhalb Jahre ausfüllen konnte und es zur Vermeidung möglicher Konflikte mit seiner beruflichen Tätigkeit bei der Gemeinde in der letzten Sitzung zurückgab, zolle ich höchste Anerkennung. Seine fundierten und stets sorgfältig durchdachten Vorschläge zeugten von großem Weitblick. Für seine kurze aber sehr fruchtbare Plenararbeit dürfen wir ihm heute ebenfalls aufs Herzlichste danken.“
 
Eine ganz besondere Erwähnung – schloss Eva Linsenbreder den Kreis der zu Ehrenden ab – verdient heute unser langjähriger Vorsitzende des Partnerschaftskomitees, Hans Krebs. Trotz seiner Kehlkopfkrebserkrankung hat er nie aufgesteckt, sondern immer optimistisch in die Zukunft geblickt und sich mit viel Energie wieder in unsere Reihen zurückgekämpft. Alle Höhen und Tiefen, die er in dieser schweren Zeit durchlebte, hat er in seinem Buch „Hans Krebs – der Name ist Programm“ niedergeschrieben. Mit der Schilderung seiner ganz persönlichen Erlebnisse will allen, die – wie er – vom Schicksal gezeichnet wurden, helfen, wieder neue Zuversicht und Hoffnung zu finden. Interessierte können das Buch für eine Schutzgebühr von 10 € bei Hans Krebs persönlich oder im Rathaus zu den allgemeinen Parteiverkehrszeiten erwerben.
 
Nachdem Hans Krebs unter großem Beifall wieder zurück in die Reihen der Zuhörer gegangen war, setzte das Duo Clarion mit einer letzten musikalischen Einlage den Schlusspunkt der Veranstaltung.
 
Unser Bild rechts oben entstand nach dem Neujahrsempfang. Es zeigt Bürgermeisterin Eva Linsenbreder (Achte von links) mit den Geehrten und den beiden Vizebürgermeistern.