Nie wieder Krieg und Gewalt!
Volkstrauertag 2016!
Bürgermeisterin Eva Linsenbreder (rechts) erinnert an die Gräueltaten im 20sten Jahrhundert und ruft zu Frieden und Versöhnung auf.

Volkstrauertag 2016!

Mahnung zum Frieden und Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt.
Am Sonntag, dem 13. November 2016, gedachten die Bürgerinnen und Bürger von Kleinrinderfeld in der Pfarrkirche „St. Martin“ den Opfern von Krieg und Gewalt.
 
Im Anschluss an den vom Musikverein Kleinrinderfeld begleiteten und von den Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine würdig umrahmten Gottesdienst, den Pfarrer Zacharias Nitunga, der in Burundi selbst Krieg und Leid erfahren musste, all denen widmete, die ihr Leben durch Terror und Gewalt verloren, begab sich die Erste Bürgermeisterin Eva Linsenbreder zum Ambo und ergriff das Wort.
 
Nach 71 Jahren Frieden – begann sie ihre Ansprache – verblasst die Erinnerung an die schrecklichen Kriege im 20sten Jahrhundert, die Millionen Unschuldiger das Leben kosteten, Familien zerrissen, Kinder zu Waisen machten und Städte und Dörfer in Ruinenlandschaften verwandelten, immer mehr. Nur noch wenige unter uns wissen aus eigener leidvoller Erfahrung über die Gräueltaten der NS-Diktatur, deren Macht und Rassenwahn unsägliches Leid über die Menschheit brachte, zu berichten.
 
Umso wichtiger ist es – fuhr Eva Linsenbreder fort – diese unfassbaren Ereignisse am Volkstrauertag wieder mahnend in den Focus zu rücken. Erinnern wir uns des Infernos aus Blut und Vernichtung, mit dem die Nationalsozialisten ganz Europa überzogen. Erinnern wir uns an die mehr als sechs Millionen jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger, die von den NS-Schergen ermordete wurden. Erinnern wir uns an die barbarischen „ethnischen Säuberungen“, die SS und Wehrmacht in den besetzen Gebieten durchführten. Erinnern wir uns der Menschen, die als Widerstandskämpfer ihr Leben ließen, durch den Krieg ihrer Heimat beraubt wurden, auf der Flucht umkamen oder durch das ihnen bei der Flucht Widerfahrene für ihr Leben gezeichnet wurden. Erinnern wir uns aller Opfer und trauern wir gemeinsam um sie.
 
Nehmen wir die Schrecken des 20. Jahrhunderts aber auch zu Anlass – schloss die Erste Bürgermeisterin – uns für Toleranz, Frieden und Versöhnung zwischen den Völkern einzusetzen. Geben wir den Unterdrückten auf der ganzen Erde unsere Stimme. Engagieren wir uns für eine gewaltfreie Welt, eine Welt ohne Schlachtfelder, ohne Kindersoldaten und ohne Kriegsgräuel. Stehen wir gemeinsam dafür ein, dass keine weiteren Mahnmale für Opfer von Krieg und Gewalt errichtet werden müssen.
 
Der Musikverein Kleinrinderfeld unterstrich die bewegenden Worte der Ersten Bürgermeisterin mit einen getragenen Choral. Anschließend begaben sich die Teilnehmer der Veranstaltung auf den Kirchplatz und verharrten unter den Klängen des Liedes „Ich hatt´ einen Kameraden“ im stillen Gedenken an alle, die ihr Leben durch Terror, Rassenwahn, Krieg oder Verfolgung verloren, vor dem Mahnmal.
 
Unser Bild rechts oben zeigt die Erste Bürgermeisterin Eva Linsenbreder bei ihrer Ansprache am Ambo in der Pfarrkirche „St. Martin“. Links sehen Sie die Fahnenabordnungen des TSV, des AKUV, der Freiwilligen Feuerwehr und des Schützenvereins.