Die Toten mahnen uns zu Frieden und Versöhnung!
Volkstrauertag 2010
Schweigend verharrt die Erste Bürgermeisterin Eva Linsenbreder im Gedenken an die Opfer von Krieg, Terror und Gewalt.

Volkstrauertag 2010

Die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Kleinrinderfeld gedenken der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft.

Am Samstag, dem 13.11.2010, gedachten die Bürgerinnen und Bürger von Kleinrinderfeld den Opfern von Krieg, Terror und Gewalt.

 

In einem von Trommelschlägen begleiteten Schweigemarsch zogen die Mitglieder des Gemeinderates und die Abordnungen der Vereine vom Rathaus zum Mahnmal auf dem Kirchplatz.

 

Dort verharrte der Zug im stillen Gedenken, während die Erste Bürgermeisterin Eva Linsenbreder für alle Menschen, die ihr Leben durch Terror, Rassenwahn, Krieg oder Verfolgung verloren, einen mit roten und weißen Nelken geschmückten Kranz niederlegte.

 

Anschließend begaben sich die Teilnehmer der Gedenkveranstaltung in das Gotteshaus. Nach einem vom Männergesangsverein „Liederkranz“ angestimmten würdigen Choral ergriff die Erste Bürgermeisterin das Wort.

 

Sie rief den Anwesenden die schrecklichen Kriege des letzten Jahrhunderts, die Millionen von Menschen das Leben kosteten, Familien zerrissen, Kinder zu Waisen machten und Städte und Dörfer in Ruinenlandschaften verwandelten, in Erinnerung.

 

Sie verurteilte den Macht- und Rassenwahn der NS-Diktatur, dem über sechs Millionen jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger zum Opfer fielen und der auch für unzählige Angehörige anderer ethnischer Minderheiten Vertreibung, Leid und Tod bedeutete.

 

Sie gedachte der Menschen, die durch den Krieg ihrer Heimat beraubt wurden, auf der Flucht umkamen oder durch das ihnen bei der Flucht Widerfahrene für ihr Leben gezeichnet wurden.

 

Sie prangerte die Kriegsverbrechen an, die die Nationalsozialisten und ihre Schergen an den Menschen in den besetzten Gebieten begangen hatten.

 

Der große Soldatenfriedhof in „Colleville sur mer“ nahe unserer Partnergemeinde – fährt Eva Linsenbreder fort – zeigt uns, wohin Hass und Verblendung führen. Ein Feld mit nahezu 10.000 Gräbern und eine Wand mit 1.500 Namen von Vermissten lassen uns das unsagbare Leid, das Terror, Krieg und Gewalt über die Menschheit bringen können, spüren. Halten wir die Erinnerungen an die Gräuel des Krieges wach, denn das gemeinsame Erinnern an die vielen unschuldigen Opfer von Terror und Gewalt ist der beste Friedensstifter und weist uns den Weg zu Frieden und Versöhnung.

 

Die bewegenden Worte der Ersten Bürgermeisterin unterstrich der Musikverein Kleinrinderfeld mit einem getragenen Trauermarsch.

 

Sodann schloss sich der Gedenkgottesdienst zum Volkstrauertag an. Lasst uns – so Pfarrer Zacharias Nitunga – für alle Opfer von Krieg und Terror beten und Gott um Frieden auf unserer Erde bitten. Möge er uns erhören und uns Kraft und Stärke geben, uns immer und überall für die Unterdrückten in dieser Welt einzusetzen.

 

Unser Bild oben rechts entstand auf dem Kirchplatz. Es zeigt die Erste Bürgermeisterin Eva Linsenbreder beim Niederlegen des Kranzes.