Friede ist das höchste Gut der Menschen!
Volkstrauertag 2009
Eva Linsenbreder, Hans-Karl Karches und die Fahnenabordnungen der Vereine verharren im Gedenken an die Opfer von Terror, Krieg und Gewalt.

Volkstrauertag 2009

Die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Kleinrinderfeld gedenken der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft.

Am Samstag, dem 14.11.2009, gedachten die Bürgerinnen und Bürger von Kleinrinderfeld der Opfer von Krieg und Gewalt. Bedingt durch den Regen fand das Gedenken heuer in der Pfarrkirche St. Martin statt. Nach kurzem Verharren vor dem Mahnmal auf dem Kirchplatz begaben sich die Anwesenden in das Gotteshaus.

 

Nachdem der Männergesangsverein „Liederkranz“ die in der Kirche Versammelten mit einem Choral auf die Gedenkveranstaltung eingestimmt hatte, ergriff die Erste Bürgermeisterin, Eva Linsenbreder, das Wort.

 

Sie erinnerte an die schrecklichen Kriege im 20sten Jahrhundert, die Millionen von Menschen das Leben kosteten, Familien zerrissen, Kinder zu Waisen machten und Städte und Dörfer in Ruinenlandschaften verwandelten.

 

Sie verurteilte die NS-Diktatur mit ihrem Macht- und Rassenwahn, dem über sechs Millionen Jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger zum Opfer fielen und der für unzählige Angehörige anderer ethnischer Minderheiten Vertreibung, Leid und Tod bedeutete.

 

Sie prangerte die Kriegsverbrechen an, die die Nationalsozialisten und ihre Schergen, aber auch die Deutsche Wehrmacht an den Menschen in den besetzten Gebieten begangen hatten.

 

Sie gedachte der Menschen, die durch den Krieg ihrer Heimat beraubt wurden, auf der Flucht vor dem Krieg umkamen oder durch Haft-, Kriegs- und Fluchterfahrung für ihr Leben gezeichnet wurden.

 

Leider – so die Erste Bürgermeisterin weiter – gibt es auch heute immer noch viele Orte auf unserer Erde, an denen Terror, Krieg und Gewalt regieren. Auch unser verehrter Herr Pfarrer, Zacharias Nitunga, musste aus seinem Heimatland, Burundi, fliehen, Im Bürgerkrieg schwer verletzt, hatte er das Glück, bei uns Aufnahme zu finden. Aber vielen seiner Angehörigen war dieses gütige Schicksal verwehrt.

 

Halten wir – fährt Eva Linsenbreder fort – die Erinnerung an die Gräueltaten des Krieges wach. Führen wir uns stets die vielen unschuldigen Opfer kriegerischer Konflikte vor Augen. Verharren wir im stillen Gedenken an diejenigen, die ihres Glaubens oder ihrer aufrechten Haltung wegen ihr Leben lassen mussten. Üben wir Toleranz. Verwenden wir uns für die Unterdrückten und Schwachen. Geben wir jedem das Recht auf eine faire Chance im Leben.

 

Damit wir – schließt die Erste Bürgermeisterin – die Opfer nicht vergessen, zünden wir für unsere gefallenen und vermissten Mitbürgerinnen und Mitbürger am Mahnmal je ein Licht und für das in den letzten Kriegstagen durch eine Handgranate auf tragische Weise ums Leben gekommene Mädchen Paula Grimm eine Kerze an.

 

Während der Zweite Bürgermeister Hans-Karl Karches mit Gemeinderat Berthold Haaf die Lichter entzündete, verlas Eva Linsenbreder die Namen all derer, die ihr Leben in den beiden Kriegen lassen mussten. Die bewegenden Worte der Ersten Bürgermeisterin unterstreichend, intonierte der Musikverein Kleinrinderfeld das Lied „Ich hatte einen Kameraden“.

 

Nun schloss sich der Gedenkgottesdienst zum Volkstrauertag an. Mit dem Regen – so Pfarrer Zacharias Nitunga zu den Anwesenden – wollte uns Gott zeigen, dass die Kirche der richtige Ort für unser Gedenken an die Opfer des Krieges und für unsere Bitte um Frieden in der Welt ist. Steht der Christliche Glaube doch für Nächstenliebe und Völkerverständigung. Folgen wir Jesus und machen wir uns für die unter Terror und Verfolgung Leidenden stark.

 

Unser Bild entstand auf dem Kirchplatz. Im stillen Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt verharren (von rechts) die Erste Bürgermeisterin Eva Linsenbreder, der Zweite Bürgermeister Hans-Karl Karches und die Fahnenabordnungen der Vereine vor dem Mahnmal.