Gemeinde Kleinrinderfeld
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Aus der Vergangenheit lernen!
Volkstrauertag 2019!
Am Volkstrauertag rief Bürgermeisterin Eva Linsenbreder zu Frieden und Versöhnung auf. Anschließend legte sie im Gedenken an alle Opfer von Krieg, Terror und Gewalt am Mahnmal auf dem Kirchplatz einen Kranz nieder (unser Bild).

Volkstrauertag 2019!

Die Opfer von Krieg, Terror und Gewaltherrschaft mahnen zu Frieden und Versöhnung.
Am Sonntag, dem 17. November 2019, gedachten die Bürgerinnen und Bürger von Kleinrinderfeld in der Pfarrkirche „St. Martin“ den Opfern von Krieg und Gewalt.
 
Nach einer, vom Musikverein Kleinrinderfeld intonierten getragenen Weise ergriff die Erste Bürgermeisterin Eva Linsenbreder das Wort. Der Volkstrauertag – begann sie ihre Ansprache – ist ein Gedenktag, mit dem viele Menschen in unserer heutigen Gesellschaft nichts mehr anzufangen wissen, weil sie den Sinngehalt dieses Tages nicht kennen. Sie leben seit mehr als 70 Jahren im Frieden. Krieg, Terror und Gewalt sind ihnen fern. Bedenken wir aber, dass niemals in der Geschichte der Menschheit so viele Opfer von Kriegen, brutaler Gewalt und Terroranschlägen zu beklagen waren, wie im vergangenen und diesem Jahrhundert und Krieg, Gewalt, Terror, Verletzung der Menschenrechte, Vorurteile, Intoleranz und Rechthaberei vielerorts auch heute noch präsent sind, kommen wir unweigerlich zu dem Schluss, dass der Volkstrauertag nichts von seiner Aktualität eingebüßt hat.
 
Der Volkstrauertag – fuhr Eva Linsenbreder fort – gibt allen Menschen die Möglichkeit, inne zu halten, sich wieder einmal die Folgen von Krieg und Gewalt zu vergegenwärtigen, die eigene Haltung zu überdenken und an die Verantwortlichen, die Politiker und jeden Einzelnen zu appellieren, andere Wege einer Konfliktlösung zu finden. Der Volkstrauertag unserer Zeit ist kein Heldengedenktag, denn nicht Kriegshelden stehen im Mittelpunkt, sondern die Kriegsopfer, die Opfer von Gewalt und Terror – und das sind neben den Soldaten auch unzählige unbeteiligte Männer, Frauen und Kinder, Zwangsarbeiter, Verfolgte, Vertriebene sowie die in der Gefangenschaft gestorbenen und in den KZs von den NS-Schergen ermordeten Menschen. Ihnen gilt an diesem Tag unsere Erinnerung, unser Gedenken und unsere Trauer.
 
Sehen wir den Volkstrauertag – schloss die Erste Bürgermeisterin ihre Ansprache – nicht als altmodisches, verstaubtes Relikt aus vergangenen Tagen an, sondern nutzen wir ihn, um aus der Vergangenheit zu lernen. Überwinden wir Hass und Gewalt. Treten wir ein für die Unterdrückten und Entrechteten. Tragen wir die Liebe hinaus in die Welt. Da uns der Volkstrauertag immer wieder aufs Neue dazu aufruft, nach diesen Maximen zu leben und zu handeln, ist er für unsere Gesellschaft ein überaus wichtiges und zeitloses Erbe.
 
Unser Bild rechts oben zeigt Bürgermeisterin Eva Linsenbreder neben dem Mahnmal auf dem Kirchplatz. Hier legte sie im Gedenken an alle, die ihr Leben durch Terror, Rassenwahn, Krieg, Vertreibung und Verfolgung verloren, einen Kranz der Gemeinde nieder.
 


 
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