Gemeinde Kleinrinderfeld
Gemeinde Kleinrinderfeld
Die Opfer von Terror und Gewalt mahnen uns zu Frieden und Versöhnung!
Volkstrauertag 2018
Mit der Niederlegung eines Kranzes am Mahnmal gedachte Bürgermeisterin Eva Linsenbreder dem Schicksal all derer, die durch Krieg, Terror, Hass, Gewalt und Rassenwahn ihr Leben lassen mussten.

Volkstrauertag 2018

Mahnung zum Frieden und Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt!
Am Sonntag, dem 18. November 2018, gedachten die Bürgerinnen und Bürger von Kleinrinderfeld in der Pfarrkirche „St. Martin“ den Opfern von Krieg und Gewalt.
 
Im Anschluss an den vom Musikverein Kleinrinderfeld begleiteten und von den Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine würdig umrahmten Gottesdienst, den Pfarrer Zacharias Nitunga, der in Burundi selbst Krieg und Leid erfahren musste, all denen widmete, die ihr Leben durch Terror und Gewalt verloren, begab sich die Erste Bürgermeisterin Eva Linsenbreder zum Ambo und ergriff das Wort.
 
100 Jahre nach dem Ende des 1. Weltkriegs, 80 Jahre nach der Reichsprogromnacht und 73 Jahre nach dem Sieg der Alliierten über die menschenverachtende und grausame NS-Diktatur – begann sie ihre Ansprache – wird es immer schwerer, den Volkstrauertag in der Gesellschaft zu verankern. Die Stimmen derer, die das unsägliche Leid, das Krieg, Verfolgung, Vertreibung und Rassenhass über die Menschheit brachten, noch selbst erlebt haben, verstummen nach und nach. Jugendliche und junge Erwachsene erleben diese schlimme Zeit nur noch in Form von wissenschaftlich abstrakten Historientexten, Dokumentarfilmen, Mahnmalen oder Gedenkstätten.
 
Gerade deshalb – fuhr Eva Linsenbreder fort – müssen wir den Volkstrauertag wieder begreifbar machen. Wir müssen unseren Mitbürgerinnen und Mitbürgern verdeutlichen, dass er kein verstaubtes Ritual aus ferner Vergangenheit, sondern ein immerwährendes Mahnen zu Frieden und zur Versöhnung ist, das nichts von seiner Aktualität eingebüßt hat. Geben wir den unvorstellbar vielen Toten ein Gesicht, einen Namen. Machen wir aus den abstrakten Zahlen wieder Menschen. Lassen wir uns vom individuellen Leid und von den persönlichen Schicksalen derer, die Krieg, Terror, Hass und Gewalt selbst erleben mussten und leider auch heute immer noch vielenorts selbst erleben müssen, berühren. Nehmen wir das ihnen Widerfahrene zum Anlass, uns für eine gewaltfreie Welt einzusetzen. Eine Welt ohne Schlachtfelder und ohne Familien, die um ihre, dem Krieg, der Verfolgung, der Vertreibung oder dem Rassenwahn zum Opfer gefallenen Angehörigen trauern müssen. Möge unser Handeln nie mehr vom Kult des Terrors oder von verblendeten Ideologien, sondern stets vom Gedanken an die Würde und die Unversehrtheit jedes einzelnen Menschen geprägt sein.
 
Der Ansprache der Ersten Bürgermeisterin folgte ein stilles Gedenken vor dem Mahnmal auf den Kirchplatz. Eva Linsenbreder legte dort für alle Opfer von Krieg und Gewalt einen Kranz nieder (unser Bild rechts oben).


 
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