Gemeinde Kleinrinderfeld
Gemeinde Kleinrinderfeld
Weltweiter Friede darf kein Traum bleiben!
Volkstrauertag 2017!
Im Gedenken an die unzähligen Opfer von Krieg, Terror und Gewalt, die wir auch heute noch täglich beklagen müssen, legt Bürgermeisterin Eva Linsenbreder vor dem Mahnmal auf dem Kirchplatz einen Kranz nieder.

Volkstrauertag 2017!

Die Opfer von Krieg, Terror und Gewaltherrschaft mahnen zu Frieden und Versöhnung.
Am Sonntag, dem 19. November 2017, gedachten die Bürgerinnen und Bürger von Kleinrinderfeld in der Pfarrkirche „St. Martin“ den Opfern von Krieg und Gewalt.
 
Die Erste Bürgermeisterin Eva Linsenbreder eröffnete die Gedenkstunde mit einem bewegenden Gedicht der schwedischen Schriftstellerin, Lyrikerin und Literaturnobelpreis-Trägerin Nelly Sachs. Es thematisiert das unsagbare Leid, das der Tod eines Kindes mit sich bringt und gipfelt in dem Satz „Immer dort wo Kinder sterben, werden Stein und Stern und so viele Träume heimatlos.“.
 
Das darauf folgende, vom Musikverein Kleinrinderfeld intonierte, getragene Musikstück bot den Anwesenden Zeit zur inneren Einkehr.
 
Anschließend ergriff Eva Linsenbreder erneut das Wort. Auch wenn wir – begann sie ihre Ansprache – durch zwei schreckliche Kriege, die unsägliches Leid über die Menschheit brachten, Millionen Unschuldigen das Leben kosteten, Familien zerrissen, Kinder zu Waisen machten und Städte wie Dörfer in Ruinenlandschaften verwandelten, geläutert sind und mittlerweile froh und dankbar auf mehr als 70 Jahre Frieden zurückblicken dürfen, so müssen wir uns doch immer wieder vor Augen führen, dass dies keineswegs eine Selbstverständlichkeit ist. In vielen Ländern auf unserer Erde werden auch heute noch bewaffnete Konflikte ausgetragen.
 
Umso wichtiger ist es – fuhr Eva Linsenbreder fort – diese dunklen Tage unserer Geschichte am Volkstrauertag wieder mahnend in den Focus zu rücken. Erinnern wir uns der Hölle von Verdun und der blutigen Schlachten an Somme und Marne im Ersten Weltkrieg. Erinnern wir uns des Infernos aus Blut und Vernichtung, mit dem die durch Macht und Rassenwahn verblendeten Nationalsozialisten im Zweiten Weltkrieg ganz Europa überzogen. Erinnern wir uns der mehr als sechs Millionen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger, die von den NS-Schergen ermordete wurden. Erinnern wir uns der Gräueltaten, die SS und Wehrmacht in den besetzen Gebieten begangen. Erinnern wir uns der Menschen, die als Widerstandskämpfer ihr Leben ließen. Erinnern wir uns derer, die durch Krieg und Vertreibung ihrer Heimat beraubt wurden, auf der Flucht umkamen oder durch das ihnen dabei Widerfahrene für ihr Leben gezeichnet wurden. Erinnern wir uns aller Opfer und trauern wir gemeinsam um sie.
 
Nehmen wir unsere Vergangenheit zum Anlass – schloss die Erste Bürgermeisterin –, uns für Toleranz, Frieden und Versöhnung zwischen den Völkern einzusetzen. Geben wir den Unterdrückten auf der ganzen Erde unsere Stimme. Engagieren wir uns für eine gewaltfreie Welt, eine Welt ohne Schlachtfelder, ohne Kindersoldaten und ohne Kriegsgräuel. Stehen wir gemeinsam dafür ein, dass niemand mehr durch Terror und Gewalt sterben muss. Lassen wir keinen Traum mehr heimatlos werden.
 
Nach der Ansprache begaben sich die Teilnehmer auf den Kirchplatz und verharrten im stillen Gedenken an alle, die ihr Leben durch Terror, Rassenwahn, Krieg oder Verfolgung verloren, vor dem Mahnmal. Dort entstand auch unser Bild rechts oben. Es zeigt Bürgermeisterin Eva Linsenbreder beim Niederlegen des Kranzes.


 
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