Gemeinde Kleinrinderfeld
Gemeinde Kleinrinderfeld
Die „Schonfrist“ ist vorbei!

Die „Schonfrist“ ist vorbei!

100 Tage im Amt = Schonfrist – „die Zeiten“ sind vorbei!
Gott zum Gruße liebe Kleinrinderfelderinnen und Kleinrinderfelder,

die Redewendung „100 Tage Schonfrist bei einer Ämterübernahme“ gilt meist für Andere, für uns Selbst aber eher weniger.
So haben wir doch alle den Eindruck, wenn wir eine neue Stelle antreten. Wohl dem, der diese Redewendung zurzeit erlebt, oder in seiner beruflichen Vergangenheit erlebt hat. Im Amt eines Bürgermeisters kann man sich diesen Luxus der 100 Tage nicht leisten! Der Laden muss laufen. Das gilt auch für eine Gemeindeverwaltung. Service, freundlicher respektvoller Umgang Untereinander, Bürgernähe – Erwartungen die wir erfüllt haben wollen. Leider zwingen uns oft persönliche und/oder berufliche Rahmenbedingungen in eine Richtung, die uns nicht gefällt, aber akzeptiert werden müssen. Auch ich musste schmerzlich lernen, dass mein Wahlprogramm leider auf Grund eines eng gesteckten Haushaltplanes Grenzen gesetzt wurden. Wie jeder von uns weiß, bei beabsichtigten Veränderungen laufen Mühlen in Behörden besonders langsam. Von einer Absichtserklärung zur tatsächlichen Umsetzung sind oftmals viele behördliche Hürden und Antragsbearbeitungen (auch Förderanträge) abzuarbeiten und nachhaltig mit einer gewissen Hartnäckigkeit zu verfolgen. Wir arbeiten daran! Umso mehr gilt es jetzt gemeinsam mit dem Gemeinderat und Ihnen Lösungsmöglichkeiten zu suchen und das Machbare zügig umzusetzen. Hier bin ich immer noch guten Mutes. Was wir aber brauchen ist, wie oben dargelegt, Zeit. Mein Dank gilt allen Mitgliedern des Gemeinderates für die kritische Auseinandersetzung und Genehmigung unseres Haushaltplanes 2020. Die COVID-19-Krise wird uns alle noch über einen längeren Zeitraum in unseren persönlichen Entfaltungsmöglichkeiten und finanziellen Planungen einschränken und im Griff haben. Eines sollte uns aber dabei niemals verlorengehen, der respektvolle und freundliche Umgang miteinander.

Dazu passen auch zunehmend Beschwerden, die immer wieder an mich und dem dritten Bürgermeister herangetragen werden. Diese haben zum Inhalt, dass sowohl die öffentlichen Parkplätze wie auch generell der öffentliche Raum als private Stellplätz missbraucht werden. Ich möchte an dieser Stelle an eine gegenseitige Rücksichtnahme appellieren. Auf den meisten Grundstücken musste beim Hausbau oder bei der Eröffnung von Geschäften und Betrieben eigene Stellplätze nachgewiesen werden. Ich bitte auch abzuwägen, ob zur Senkung der Mietnebenkosten (Stellplatzgebühren) ein Nachbarschaftsstreit wegen Parkproblemen in naheliegenden Seitenstraßen notwendig ist.
Wenn, wie zurecht kritisiert, viele Autofahrer diese öffentlichen Flächen dauerhaft vereinnahmen, bleibt kaum noch Platz für Besucher oder Kunden. Bei etwas gutem Willen sollte dieser negative Effekt auch denen einleuchten, die auf das Recht der Nutzung öffentlicher Flächen verweisen.


Gleiches gilt für die illegale Entsorgung von Gartenabfällen und Müll im Gemeindebereich Kleinrinderfeld. Das ist kein „Kavaliersdelikt“, sondern kann empfindliche Strafen nach sich ziehen.


Problemfelder!

Die "Wasserproblematik"
Die Wasserqualität bei uns in Kleinrinderfeld ist sehr gut. Wir leben hier fast wortwörtlich auf einer Insel der Glückseligen. Die Nitrat- und Nitritbelastungen sowie Ammoniumwerte sind Gott sei Dank in unserer Gemeinde kein Problem. Hier liegen wir weit weg von Grenzwerten, die uns Schwierigkeiten bereiten könnten. Aus beruflicher Erfahrung (mehrere Probeentnahmebrunnen mit monatlichen Probenahme auf dem Betriebsgelände meiner ehemaligen Firma) kann ich Ihnen versichern, dass wir hier in Kleinrinderfeld bestens aufgestellt sind. Unser Problem liegt tatsächlich nur in der Belastung durch Sulfat und Kalk. Wobei Kalk keine Grenzwerte kennt, sondern nur der Härtegrad festgelegt wird. Wir haben bis Ende 2023 noch eine Ausnahmegenehmigung durch das Gesundheitsamt Würzburg, den durch die EU festgelegten Grenzwert von 250mg/L Sulfat im Grundwasser bis auf 500mg/L überschreiten zu dürfen. Diesen Grenzwert konnten wir durch Mischen des Wassers aus Brunnen I und Brunnen II vor Einleitung in das Trinkwassernetzt konstant einhalten. Die Konzentration ist allerdings geogenbedingt (Gesteinsformationen in wasserführenden Schichten) und nicht durch anthropogenen Belastungen (umweltbelastende Einflüsse durch den Menschen) zurückzuführen. Fakt ist, dass zur Senkung des Grenzwertes bei Sulfat und Enthärtung des Wassers eine aufwendige Nanofiltration benötigt wird. Ein Brunnen muss stillgelegt werden und an einem anderen Standort neu gebohrt werden. Hier lasse ich bereits eine Berechnung der Kosten "Eigenversorgung durch unsere Brunnen" oder "Fremdwasserbezug" durchführen. Nach Zugang von belastbaren Zahlen, werden Mitbürger adäquat in einer vorgezogenen Bürgerversammlung, voraussichtlich September, informiert. Ein weiteres Vorgehen ist dann, nach Offenlegung der vorgelegten Kostenschätzungen, vom Willen der Kleinrinderfelderinnen und Kleinrinderfelder abhängig. Hier beabsichtige ich eine Bürgerbefragung durchzuführen. Über eines sollten wir uns alle im Klaren sein: Durch die klimatischen Veränderungen wird sauberes Trinkwasser zukünftig zu einem kostbaren Gut. Wohl dem, der genug davon haben wird.

Die Schließung der „Grüngutannahme“
Wie ich bereits in meiner Einleitung beschrieben habe, musste ich einen strengen Maßstab = „Rotstift“ bei unserem Haushalt 2020 und den Planungen für 2021 anlegen. So wurde der Bauschuttcontainer ab sofort ersatzlos gestrichen, ab 31.07.2020 wird das Gelände der jetzigen Grüngutannahme geschlossen. Als Ersatz werden Ihnen aber ab 01.08.2020 weiterhin zwei Grüngutcontainer zur Verfügung stehen, nur an einem anderen Standort, an 6 Tagen (Mo-Sa) die Woche von 08:00 Uhr bis 20:00 Uhr. Ich beabsichtige am Ende des Parkplatzes am Sportplatz diese Container ohne Aufsicht aufstellen zu lassen. Somit hoffe ich zwei Probleme lösen zu können. Die Bürger sind nicht mehr am Samstag und Dienstag für zwei Stunden zur Abgabe gezwungen und illegale Entsorgung von Gartenabfällen kann verhindert bzw. verringert werden. Hier appelliere ich an Ihre Disziplin, sich an die bereits bestehenden Regeln zu halten: Nur haushaltsübliche Mengen und keine Fremd- und Störstoffe!

Aufstellung einer Mitfahrerbank
Zur Verbesserung der infrastrukturellen Anbindung hat sich die Gemeinde Kirchheim entschlossen, in Absprache mit allen umliegenden Gemeinden zu Jahresbeginn, auch uns mit einer Mitfahrerbank auszustatten. Ich bin gebeten worden, in Kleinrinderfeld einen geeigneten Standort dafür auszuwählen. Da der Schwerpunkt der Verbindungen auf den Gemeinden Kleinrinderfeld – Geroldshausen – Kirchheim liegt, beabsichtige ich die Mitfahrerbank an der Kreuzung Kirchheimer Straße und Geroldshäuser Straße aufzustellen. Ob und wie weit diese Mitfahrgelegenheit angenommen wird ist abzuwarten. Eine Neubewertung wird Ende des Jahres erfolgen.

Gerüchte, Halbwahrheiten und „Stimmungsmache“
Um Gerüchten keinen Nährboden zu geben, kann ich Sie nur immer wieder Auffordern, kritisch zu hinterfragen, den gesunden Menschenverstand walten zu lassen und/oder sich Informationen aus „erster Hand“, also bei mir oder den Gemeinderäten einzuholen. Mein Angebot sich persönlich mit mir in Verbindung zu setzten gilt nach wie vor. Kontaktdaten der Gemeinderäte können Sie über unsere Homepage einsehen.

Zum Abschluss eine sehr erfreuliche Nachricht
Den Skeptikern zum Trotz, haben sich Mitbürgerinnen und Mitbürger Kleinrinderfelds für das Amt eines Beauftragten zur Verfügung gestellt. Der Gemeinderat bestellte daraufhin folgende Beauftragte:
Belange der Seniorenpflege (Seniorenbeauftragte(r)): Frau Lore Ecker
Belange von Menschen mit Behinderungen (Behindertenbeauftragte(r)): Herr Jürgen Kühne
Belange des Umweltschutzes (Umweltschutzbeauftragte(r)): Herr Wolfgang Schölch
Belange des Partnerschaftskomitees (Partnerschaftskomiteebeauftragte(r)): Frau Christine Tell
Auf Grund verspäteten Eingang der Meldungen, können folgende Beauftragte erst in der Gemeinderatssitzung im Juli bestellt werden:
Belange der Jugendpflege (Jugendbeauftragte(r)): Frau Susanne Manghofer
Belange der Pflege der Kultur (Kulturbeauftragte(r)): Herr Kurt Grimm
Vielen Dank für Ihre Meldungen und Bereitschaft sich für die Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde einzusetzen und zu engagieren. Viel Kraft und eine glückliche Hand, meine Unterstützung ist Ihnen gewiss.


In diesem Sinne,
Ein Herz für: Einander


Ihr 1. Bürgermeister
Harald Engbrecht

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